über Gallaghers Rache - Clou Gallagher

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über Gallaghers Rache

Presse
Rezensentin: Nina Horvath

Bei "Gallaghers Rache" von Achim Hiltrop handelt es sich um den fünften Band der Gallagher-Chroniken. Sicherlich, es wurde auf nicht mal eineinhalb Seiten der Versuch gemacht, dem Neueinsteiger die Ausgangssituation nahe zu bringen. Doch die Namen wirbeln nur so herum, sei es nun von Personen, Planeten oder Organisationen. Auch wenn sich der Leser durch das „Was bisher geschah“ quält, so darf er durchaus nicht mit der vollkommenen Erleuchtung rechnen. Das ganze ist und bleibt nun einmal eine Romanreihe, die weniger darauf bedacht ist, in sich geschlossene Werke zu liefern, als eine Stammkundschaft an sich zu binden. (...) Ein weiterer Kritikpunkt ist, daß Themen wie Krieg und Terrorismus (oder auch Freiheitskampf, denn solche Benennungen ändern sich mit dem Blickwinkel des Betrachters) zu leichtfertig abgehandelt werden. Das Verhandeln wird weitgehend den Waffen überlassen, es wird gemordet, gekämpft und vertuscht was das Zeug hält. Und selbst "die Guten" finden das offenbar völlig in Ordnung. Trotz allem verspricht "Gallaghers Rache" spannende Unterhaltung - sofern man das ganze nicht allzu kritisch beleuchtet.
mehr unter www.webprojekt.org

Rezensent: Rupert Schwarz

Inhaltlich schreibt Achim Hiltrop sehr flüssig, aber es gibt auch Kritik: Den einzelnen Kapiteln fehlt ein wenig die Struktur. Es wäre besser gewesen, sie auf eine Handlungsebene zu konzentrieren und nicht innerhalb eines Kapitels zwischen unterschiedlichen Handlungsebenen hin und her zu springen. Vor allem, wenn man man dieses Buch als erstes der Reihe liest, wird das Lesen sehr schwierig. Moderne SF Autoren verfallen oft dem Fehler, sich beim Schreiben zu sehr in Beschreibungen zu verzetteln. Nicht so Achim Hiltrop. Er schwenkt eher in das andere Extrem und bedient sich eines sehr pragmatischen Stils. Man hat teilweise den Eindruck, die Handlung wird wie in einer Checkliste abgehackt. So bleiben vertiefende Beschreibungen der Handlungsorte als auch weiterführende Personenbeschreibungen auf der Strecke. Kann sein, dass dies anders ist, wenn man die vorangegangenen Romane gelesen hat. Ich selbst habe das aber nicht (...) So kommt es, dass der Roman erst in der zweiten Hälfte zu einem Lesevergnügen wurde, als ich gedanklich Ordnung in diese doch sehr komplexe, politische Welt geschaffen hatte. Von da ab las sich der Roman recht gut und zügig und es war schade, dass das Werk sehr schnell zu Ende war. Wenn der nächste Band erscheint werde ich es nochmals versuchen. Die alten Bände werde ich mir jetzt jedoch nicht mehr besorgen, da ich jetzt das Ergebnis der Handlung kenne. Fazit: Ein temporeicher Roman, den man nur lesen sollte, nachdem man die Vorgängerromane gelesen hat. / 7 von 10 Punkten

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Rezensent: Mert Akcay

Der Schreibstil des Autors Achim Hiltrop erlaubt ein schnelles lesen. Wert wird nicht auf die feinste Beschreibung jedes kleinen Details gelegt, hier wird nicht um den heißen Brei herumgeredet, nein, hier geht es gleich zur Sache. Ab und an gibt es einige kleinere Tippfehler, die aber schnell zu verkraften sind. Kleine, kompakte Kapitel laden zum weiteren Lesen ein und spannende Abschlüsse erhöhen die Spannung. Die einfache Schreibweise ermöglicht das Lesen auch in jedweder Situation, so eignet sich das Lesen in der U-Bahn, im Zug, oder vielleicht auch auf dem stillen Örtchen. Vor allem das einbeziehen von Militärs hat mich in diesem Buch fasziniert. Fazit: Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein gutes Buch. Die einfache Schreibweise, das Ermöglichen des schnellen Lesens und so weiter sind Pluspunkte. Die Beschreibung der Raumschlachten gibt einem das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Da nicht alles bis ins kleinste Detail beschrieben wird, ermöglicht das der Fantasie freien lauf. Zudem wird die Geschichte um Clou Gallagher bald weitergeführt („Gallagher’s Rache“ ist ein Band aus einer Reihe), was bedeutet, dass der Hintergrund wirklich ausgearbeitet wird.


Rezensent: Carsten Kuhr

Was den Amerikanern ihre Bujold, ihr Weber oder Moon, das ist für uns in kleinerem Massstab Achim Hiltrop. In diesem Band, dem fünften der Reihe, präsentiert er seinen Lesern Military SF pur. (...) Allenthalben rebellieren Planeten gegen ihre Bevormundung durch Kolonialmächte, der Geruch von Freiheitskampf liegt in der Luft. Die unterschiedlichsten Parteien versuchen mit allen Mitteln ihre jeweiligen Herrschaftsansprüche durchzusetzen. Im Kampf seines Heimatplaneten Trusko VII um die Freiheit vom Kerianischen Königreich wird Clou zum General der Rebellenstreitkräfte ernannt. Wer nun aber annimmt, dass sich Clou sicher hinter einem Schreibtisch verschanzen kann, der hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Unser Held zieht aus, den Kolonialherren das Fürchten zu lehren. Um seine entführte Tochter zu retten verübt er Sprengstoffanschläge, betätigt sich als Attentäter und muss feststellen, dass die ganze Revolution als Medienereignis geplant und gesteuert wurde. Die Rache wir auf dem Fusse folgen, so wie wir unseren Clou kennen. Es geht wirklich nicht eben pazifistisch zu in diesem Buch. Es fliesst viel Blut, es wird gekämpft und gemordet - auch Unschuldige bleiben dabei auf der Strecke. Wer hier eine Reflektion, eine kritische Auseinandersetzung zum Thema erwartet ist definitiv falsch. Hiltrop erzählt eine spannende Geschichte in der es darum geht, seine Leser mit atemberaubender Action, mit Kämpfen zu unterhalten. Und dies macht er wirklich nicht schlecht. Die Handlung ist straff durchgezogen, eilt von einem Höhepunkt zum nächsten. Clou Galagher ist ein wenig der der allen Versuchen zum Trotz ihn auszuschalten wie ein rächender Engel über seine Gegner kommt. Das alles nicht unbedingt der Logik gehorchend, aber - so man(n) auf solche Kampfschilderungen steht -vergnüglich, voller Action und Spannung.
 
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